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Handelsblatt Karriere: Unternehmen buhlen um die Generation Facebook

Das Karriere Magazin des Handelsblatt widmet seine aktuelle Ausgabe den Social-Media-Skills  – und wir sind Teil des Berichts.

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Das macht mich an –
Unternehmen buhlen um die Generation Facebook

Genug gespielt!
Text: Xenia von Polier

Die Digitalisierung revolutioniert die Wirtschaft. Deshalb ist in Unternehmen jetzt die „Generation Facebook“ besonders gefragt. Nur welche Kenntnisse müssen Bewerber mitbringen, um als Social-Media-Manager, Enterprise-2.0-Experte oder Programmierer Karriere zu machen?

[…]

Müssen also Bewerber künftig unentwegt auf sämtlichen Social-Media-Plattformen präsent und aktiv sein, um ihre Karrierechancen zu verbessern?

Alexander Steinhart ist überzeugt, dass – ganz im Gegenteil – seine Generation eher lernen müsse, zwischendurch mal abzuschalten.

„Ein Smartphone in der Tasche zu haben ist für die meisten von uns so, als ob da immer ein Stück Schokolade griff bereit wäre. Es ist eine permanente Versuchung“, sagt der 30-jährige Start-up-Gründer von Master & Slave. Viele Digital Natives täten sich schwer, einen vernünftigen Umgang mit den neuen Tools zu finden.

„Durch das permanente Surfen, Mailen, Chatten und Twittern mit dem Smartphone ist die freie Zeit keine Freizeit mehr, und bei der Arbeit ist es unmöglich, konzentriert eine Aufgabe zu erledigen, wenn laufend neue Nachrichten aufblinken“, sagt Steinhart.

Und wie es für viele der oft lösungsorientierten Digital Natives typisch ist, hat er nach einem programmierbaren Ausweg aus dem Problem gesucht und kurzerhand eine Geschäftsidee entwickelt: eine App, die bislang den Arbeitstitel „Quality Time“ trägt. Aktiviert man sie, werden vorübergehend alle Anrufe, Mails und weiteren verführerischen Funktionen blockiert. Das Smartphone bleibt stumm und schickt an Störenfriede egal auf welchem Kanal automatisch eine Abwesenheitsnotiz. Nur ein definierter Kreis an Personen kann trotzdem Kontakt aufnehmen, zum Beispiel der Vorgesetzte oder die Familie.

Was angesichts des Web-2.0-Trends in der Wirtschaft zunächst widersprüchlich erscheinen mag: Erste Unternehmen haben bereits Interesse an der Anwendung signalisiert, die Steinhart mit Unterstützung von Hub:Raum, einem Start-up-Förderer der Telekom, entwickelt.

Denn obwohl die Unternehmen Nachwuchskräfte suchen, die in der digitalen Welt zu Hause sind, wünschen sie sich auch, dass diese im Büro nicht ständig abgelenkt sind. Schließlich haben die Firmen den größten Nutzen von Mitarbeitern, die die neuen Medien beherrschen, aber nicht von ihnen beherrscht werden.

Der vollständige Artikel ist im Karriere Magazin als Beilage des aktuellen Handelsblatt oder hier digital als PDF zum download zu lesen.

Vielen Dank an dieser Stelle noch einmal der Autorin Xenia von Polier für die gelungene Berichterstattung.