Focus & Digital Balance

Blogging about Digital Detox, distraction management, unplugging and a healthy lifestyle in our hyperconnected world

Im digitalen Wahn nicht versinken | Johannes‘ OFFTIME Story

Im Leben von Johannes Braun (30) steht selten etwas still, schon gar nicht er selbst: “Wenn Du dieses Schreiben liest, bin ich bestimmt schon im Marokko-Urlaub.” Für den Dipl. Sozialwissenschaftler und aktuellen Hobby-Studenten ist OFFTIME ist eine wertvolle Hilfe, „um nicht völlig im digitalen Wahn zu versinken!” Johannes hat uns fünf Bilder mitgesandt, die sich auf seine Arbeit als Kreativberater und „Design-Thinker“ beziehen.

Hier ist Johannes‘ OFFTIME Story:

JohannesBraunSeit Ende April bin ich völlig frei davon, alle drei bis fünf Minuten auf mein Smartphone zu schauen. Allerdings nur an einem ganz besonderen Ort und auch nur an zwei Tagen in der Woche. An diesen zwei Tagen komme ich oft noch nicht einmal auf die Idee, unmittelbar alle einkommenden SMS oder Instant-Messaging Nachrichten zu lesen. Ein schöner Zustand. Auch kann ich kurze Leerlaufzeiten aushalten und muss mich nicht über die Neuigkeiten der Welt „informieren“; sprich: ablenken.

Ablenken ist hier bereits ein Euphemismus, denn längst saugt die Smartphone-Realität uns regelrecht ein. Etwa bei Facebook und Twitter. Hier will der angemeldete Nutzer mit Erfolg vertreten sein. Damit gemeint ist die erfolgreiche Teilnehme an Kommunikation. In virtuellen Diskussionen ist es zum Beispiel erheblich besser, unter den ersten drei Antwortenden zu sein – für Antwort Nummer 42 interessiert sich meist niemand mehr (von Douglas Adams Fans einmal abgesehen). Mit Erfolg können wir bestimmte Angebote also nur dann nutzen, wenn wir alle paar Minuten mit unseren Smartphones checken, ob es etwas Neues gibt was wir liken, sharen oder kommentieren „müssen“.

Zum Glück gibt es den einen Ort, an dem mein Smartphone in der Jackentasche bleiben kann. Der Ort, der unheimlich anregt und zugleich als meine ‚Digital-Detox-Oase‘ fungiert, ist das Hasso Plattner Institut in Potsdam. Genauer eine an dieses Institut angeschlossene Einrichtung mit dem Namen HPI School of Design Thinking (D-School). Dienstags und freitags wird es im Zusatzstudium so bunt und intensiv, dass mein Hirn keine weiteren Reize durch das Smartphone benötigt. Im interdisziplinären Team in besonderen Räumen an komplexen Problemen zu arbeiten und dabei neue Produkte und Dienstleistungen gestalten – das ist der Stoff, aus dem meine Offtime-Zeit besteht.

JohannesBraun2Ein wichtiger erster Schritt zu mehr digitaler Unabhängigkeit ist es also, Räume und Tätigkeiten zu finden, mit denen wir uns ohne zusätzliche Mühe frei von unseren Smartphones fühlen können.

Doch, oh Schreck, was ist in den Semesterferien?

Mit Google habe ich die OFFTIME-App gefunden. Diese App verblüfft. Und erschreckt, weil sie in einem ersten Schritt schonungslos anzeigt, wie oft am Tag man sein Smartphone entsperrt und wie lange man sich wirklich durch die verschiedenen Apps ablenken lässt. Bei mir liegt die Anzahl der Entsperrungen an manchen Tagen in den Semesterferien bei knapp unter 100. Das ist eindeutig zu viel. Mein Smartphone auszuschalten oder es im Flugzeugmodus zu betreiben kommt allerdings auf keinen Fall in Frage. Mir ist es wichtig, dass der engere Freundeskreis und meine Familie mich erreichen können. Durch OFFTIME bestimme ich nun selbst genau die Zeiten, zu denen ich konzentriert und ablenkungsfrei arbeite. Auch plane ich aber viel gezielter die Zeiträume, zu denen ich mir Facebook und Co. „erlaube“.

OFFTIME kann den Aufenthalt an der D-School nicht ersetzen. Das ist auch gar nicht das Ziel der App. Vielmehr hilft mir OFFTIME die Semesterferien zu überstehen und spürbar produktiver mit meiner Zeit umzugehen. Danke.

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Taking time off the grid needs a strategy | Frederick’s OFFTIME Story

Frederick L. Rosa Pérez (22) studies Digital Graphic Design in Puerto Rico. Asked how OFFTIME in particular relates to him, Frederick notes: “OFFTIME helped me to realise the role of technology in my life by also pointing out an opposite and more beneficial way. Using OFFTIME as a reference I could evaluate more objectively and quantitatively the digital performances in my personal and professional environment and eventually made the necessary adjustments.” Furthermore Fredrick notes: “Some people say technology is bad and imprisoned us in our cellphones, but with OFFTIME I learned that by NOTICING and adjusting our behaviours, the use of technology is possible  in a moderate and responsable way that still allows to get a fully picture of what’s going on in the real world.That’s all, I think. If something needs to be fixed just let me know.”

Here’s Frederick’s OFFTIME Story:

FrederickRosa_ogDuring my past four years of study in Puerto Rico I received my first smartphone and became really obsessed with having it organised and ‘under control’, so that it didn’t control me. I explored different kinds of applications for this purpose and I found OFFTIME, an app I think that offers options and insights which should be a default in every device.

The promotional video was what got me to think that it was just what I needed. Besides that high quality video it was interesting to me because I’ve also felt guilty of wandering off with social media apps while being together with my family or at other times when I’m supposed to work. During moments when it was necessary to be present and feel enjoyment, I was presenting my phone, was distracted and did let go of any focus by simply unlocking the phone at the wrong moment.

When I noticed this, it was the right time to become proactive and find a strategy, somethign that could help me disconnect. Things like turning-off the phone or going to my grandparent’s house for a couple of days without a laptop helped, but I found some challenges with the consequences of living in a connected world. At times I desired a break, I was dependant on others’ lifestyle, unconsciously they stimulated me to go ‘ON’ again, because of a call I needed to wait or a file that had to be resent.

After finding OFFTIME and reaching that sweet spot in the profile settings I’ve been more focused when working, studying, sleeping, and being with my family. I’ve also built character treating OFFTIME-moments like a priority when its appropriate. The app makes sure that moments happen without the disturbance of technology. It’s also helped me to practice mindfulness: by noticing an automatic desire to open a particular social media app but ending up banging myself with some sort of wall made out of black pillows and with words that keep on telling me what I’m trying to do and reminding me to be present.

A recent experience was the best accidental OFFTIME I’ve ever had. ‘Sleep’ is a profile I created which lets me use only four apps without internet connection and this can’t be deactivated. When on a medical appointment I accidentally activated this profile (because the app suggests profiles for calendar events). After that I went to see my grandmother who recently got out of the hospital.

When I remembered ‘Sleep’ was on I decided to treat the laptop I’ve had with me in the same way. And from that moment onwards me and my grandma had a great and long time with lots of laughs. Thanks OFFTIME!

Marokko | Benjamin’s OFFTIME Story

Benjamin (29) schreibt u.a. Texte für Bejomo – eine App, die Menschen zusammen führen will, eine App mit rührseliger Entstehungsgeschichte: Ein gewisser Marc dachte nach, über seine Kollegen, “die auf der Suche nach dem Partner fürs Leben immer öfter im Internet auf die Suche gehen” und fehlende Fähigkeiten, Beziehungen auch offline aufzubauen. Grundidee für Bejomo war es also, einen Gegentrend zu schaffen. Es ist also nur folgerichtig, dass Texter Benjamin zum OFFTIME-Nutzer wurde: “OFFTIME hilft mir, Zeit für mich zu finden und mich wieder neugierig und aufnahmefähig für die echte Welt zu machen.” Sein eingereichtes Foto zeigt Natur pur, wer in dieses Boot einsteigt, kriegt kalte Füße.

Hier ist Benjamins OFFTIME Story:

Marokko

Ich war auf Facebook, glaube ich. Oder auf Twitter. Oder auf irgendeiner anderen Webseite. Egal, wichtig ist nur: ich war vertieft in mein Smartphone und blickte nicht nach vorne. Der Weg war mir bekannt, die Umgebung hatte sich seit gestern bestimmt nicht verändert und ich sah auch ansonsten keinen Grund, von meinem Smartphone aufzublicken. Die Gefahr, im Internet etwas zu verpassen, war in meinen Augen doch viel größer.

Auch sie sah auf ihr Smartphone, mit Kopfhörern auf den Ohren, bestimmt im Rhythmus der Musik gehend. Vielleicht sah sie sich auch ein Youtube-Video an oder einen Podcast zu Quantenmechanik. Direkt gegenüber vom Reisebüro gingen wir aneinander vorbei. „Komm nach Marokko“ stand im Schaufenster ganz groß. Beide mit gesenktem Kopf und keiner blickte nach oben. Ihre Schuhe, die ich aus den Augenwinkeln sehen konnte, waren olivgrün und ihre Knöchel weich und weiß.

Wenn ich in diesem Moment nach oben gesehen hätte und sie hätte das Gleiche getan, wir hätten uns in die Augen gesehen und es wäre wie in den Filmen gewesen. Wir hätten gelächelt und hätten uns, ein wenig schüchtern nur, gegrüßt und wären verlegen stehengeblieben. Wir hätten kurz geplaudert, viel gezwinkert und uns dann in die Eisdiele gesetzt. Hände hätten sich berührt, die Gespräche wären vertrauter geworden, wir hätten uns mit Eis gefüttert. Zur Verabschiedung, denn sie musste zu einem Treffen, ein Kuss auf die Wange, im letzten Moment noch Handynummern ausgetauscht und den ganzen Nachmittag weiter SMS geschrieben.

Ich stelle mir vor, es wäre dann alles ganz schnell gegangen, einige Dates, beim vierten davon Sex, ein Besuch im Zoo, zufällig die Eltern kennengelernt und wenn wir irgendwann beim gemütlichen Flanieren wieder an der Stelle des ersten Treffens vorbeikommen wären, käme von ihr die Frage: „Sollen wir nicht nach Marokko fliegen?“ Ich hätte gelacht und Hand in Hand wären wir ins Reisebüro. Drei Wochen Marokko und auf einem Markt hätte ich ungefähr zwei Stunden lang gefeilscht, um ihr eine schöne Armbanduhr zu kaufen. Wir hätten die Batterie aus der Uhr genommen, uns an den Strand gelegt und die Zeit wäre still gestanden, während wir zusammen zweimal die Sterne gezählt hätten.

Doch ihre olivgrünen Schuhe waren schon an mir vorbei, als ich endlich aufblickte. Ich drehte mich kurz um und sah sie gerade um eine Ecke verschwinden. Als ich mich wieder aufs Smartphone konzentrierte, erreichte mich ein Tweet: „Weine nicht verpassten Chancen nach, sondern schaffe dir neue.“

Give me tea or give me death | Maheen’s OFFTIME Story

Maheen Rehman (23) from Karachi, Pakistan, is doing her Bachelor in Medicine and Bachelors in Surgery (MBBS). Her story relates to the matter of self control. Asked for a picture that either shows her or represents OFFTIME, she sent us an image that states: “Give me tea or give me death”.

MaheenRehman_ogHere’s Maheen’s OFFTIME Story:

I’m not someone with a lot of self control. With an upcoming exam it upsets me how much of my time I spent on my phone, everyday. And I wasn’t even actually doing anything productive within that time, or having too many conversations. The urge to check my phone every five minutes, for what I thought is only a second, ended up being an entire day. And if I would ever share this truth with my friends they’d ask why I didn’t just turn off my phone when I was studying. That’s it. Problem over. But I didn’t know how to explain it to them. It wasn’t that simple. I just couldn’t stop myself from grabbing my phone and browsing during my study time.

But one day I’d had it. I sat down and googled „softwares to lock your phone“. I have this tendency to Google everything, from recipes to growing vegetables at home to formatting my computer, I am proud to say my life depends on googling. Frankly speaking I’m really glad I googled that day, because if I had not, me and OFTIME would have never met each other. I searched the application in the Playstore. At that time I thought: “What could I lose?” And anyway, I was already losing time.

I downloaded OFFTIME and initially the profile settings, the application access options, the option to manual unlock – everything felt a bit overwhelming. Initially I just said “next” to each option. Now, can I manually unlock it? Because I know myself so well, I decided to go for: “No manual unlock option”.

Honestly the first time I took an OFFTIME I was really annoyed. I had been so used checking my phone every second I felt incomplete not doing so. I even tried to delete the application so I could unlock my phone but figured the software developers are smarter than I thought. And guess what? That day I actually ended up studying. My phone was just lzing in a corner all day long and within a few days I felt less and less dependent on the device. I was actually getting stuff done! I was over the moon. I went around telling everyone about it, nobody could really wrap their head around this extremism when I could just turn off my WiFi or my phone. But I didn’t care anymore. I found my solution to my ADHD*. It felt so liberating, my life is no longer dominated by my phone.

I think I haven’t been happier since the world got accustomed to using smartphones to say the least. For someone with a concentration span of a goldfish like me, I think OFFTIME has changed my life and for the better. I’m really grateful that someone actually came up with this idea. In a world where our lives resolve around our phones this needed to be done. Constant notifications, staying in touch with the world has hampered progress and consumed so much of our precious time. It feels like we get done more since we have constant access to information but I’ve realised it’s quite the opposite. I think I better go lock my phone again and get back to my books!

Zeit zum Atmen und für meine Familie | Reik’s OFFTIME Story

Reik (40) lebt in Bargteheide bei Hamburg und gibt als Hauptinteresse “Atmen” an. Beruflich ist er im Bereich Vertrieb und Marketing tätig. In seiner eingereichten Story geht es vor allem um die Entdeckung von OFFTIME. Ferner teilt Reik einige Tipps, die ihm nach einem jedem helfen, um sich über die Kostbarkeit der eigenen Zeit bewusst zu werden. Unser Favorit ist folgende Analogie: “Essen fotografieren und Selfie-Sticks sind wie weiße Socken in Sandalen: Sieht einfach Scheiße aus!” Ferner rät Reik:  

  • Coworking-Space stundenweise buchen (jede Minute unnützer Arbeit fehlt euch am Ende)!
  • Keine Ablenkung während eines Workouts – Wenn Du Freunden schreibst, kannst Du Dich nicht auf Deinen Körper konzentrieren – die Freunde sind in dem Moment vielleicht auch beim Sport und müssen nur wieder Text lesen.
  • Tickets ausdrucken (Flug, Bahn) – Das spart den Griff zum verführerischen Smartphone.
  • Rechner und Smartphone auf maximal 70 Prozent laden, keine Ladegeräte mitnehmen. So geht man sehr sparsam mit dem Strom um!

ReikWinkelmann_ogHier ist Reiks OFFTIME Story:

Sommer 2012: Irgendwie bekomme ich das Buch von Anitra Eggler in die Hände: „E-Mail macht dumm, krank und arm: Digital Therapie für mehr Lebenszeit“ und hier nahm das offtime/offline-Schicksal seinen Lauf. Aufgrund der Auseinandersetzung mit dem Thema kam ich dann auf das Buch “Ich bin dann mal Offline” von Christoph Koch, welches ich über den Jahreswechsel in Asien gelesen habe.

Sommer 2013: Ein Newsletter von Christoph Koch liegt in meinem Postfach. OFFTIME-Eine kleine App, die uns dabei helfen soll dem Wahnsinn von ständiger Erreichbarkeit, unterbrechungsüberfluteter Arbeit, Ich-Muss-da-Jetzt-Kurz-Ran-Mittagstelefonaten endlich (wieder) unter Kontrolle zu bekommen – Hört sich gut an, probiere ich mal aus – Beta-Version angefordert und bekommen. Ich erinnere mich noch an die Einfachheit der App am Anfang. Es war schön, die Entwicklung von Version zu Version zu beobachten.

Und so nutze ich OFFTIME, auch heute.

Heute an dem Tag, an welchem ich über meine Erfahrungen schreibe, ist der Wochentag an dem ich meine kleine Tochter früher aus dem Kindergarten abhole, da meine Frau länger arbeitet und ich an diesem Tag immer im Homeoffice arbeite. In meinem Kalender ist der Zeitraum mit dem Stichwort OFFTIME vermerkt, weitere Keywords, die sich die App „schnappt“ und automatisch offtime geht sind „Mittagessen“, „Telefontermin“, „Kino“, „Sport“, „Essen“.

Während meiner Offtime können mich nur meine Frau und die Kindereinrichtung erreichen.

Meine Familie ist der Grund, warum ich keine Ablenkung mehr will.

Zeit haben zum echten Leben | Wolfgang & Elke’s OFFTIME Story

Wolfgang und Elke senden “liebe Grüße von der Karneralm”, aus Österreich also, dem Dreiländereck Salzburg, Steiermark unnd Kärnten. In Ihrem Anschreiben heißt es auch: “Übrigens: bei uns auf der Alm ist man per DU!” Die Fußzeile ihrer Emails besagt: “Unsere Mission ist die selbstbestimmte Nutzung digitaler Medien – wir bearbeiten unsere Emails regelmäßig um 7.30 Uhr und 18.30 Uhr.”

Hier ist Wolfgang und Elkes OFFTIME-Story:

DAS PRIVILEG DER UNERREICHBARKEIT

Versteckt in der Stille und der einzigartigen Natur der Lungauer Nockberge haben wir uns unseren Hüttentraum erfüllt und mit großer Leidenschaft, persönlichem Einsatz und Liebe zum Detail drei romantische Chalets für Selbstversorger gebaut. Im Bereich des Bergdorfes Karneralm gibt es keinen Mobilfunkempfang, Fernseher und Radio sucht man bei uns vergeblich.

Wir nennen es DIGITALE AUSZEIT – eine gute Grundlage, um wieder einmal richtig abzuschalten und das rasante Tempo des digitalen Alltages auf ein erträgliches Maß zu reduzieren. Das Handy darf rasten, das Internet wird nicht gebraucht und der Computer macht eine Pause. Urlaub vom medialen Stress – einfach Abschalten und Aufladen.

NUR SKLAVEN SIND IMMER VERFÜGBAR

In Zeiten digitaler Überreizung sollte man sich ganz bewusst zumindest zeitweise Grenzen setzen, um Stress zu reduzieren und wieder eins mit der realen analogen Umgebung und der Natur zu werden. Du musst nicht die ganze Welt an Deinem Cocktail im Sonnenuntergang teilhaben lassen und auch andere Abenteuer, die Du erlebst, solltest Du bestenfalls im Anschluss bei einem gemütlichen Zusammensein mit Deinen Freunden berichten und voller Erinnerung erzählen. Und Dein Chef oder die Kollegen kommen auch ganz gut ohne Dich aus.

Eigentlich klingt es doch ganz einfach. Abschalten ist der Schlüssel. Zuerst die Geräte, dann selber – wenigstens für einen Tag oder eine Woche. Geh nach draußen, triff echte Freunde und erhole Dich vom unterschwelligen Stress dieser digitalen Welt. Wenn wir – wieder aufgeladen – zurückkommen, sind wir produktiver und haben eine andere Perspektive. Das echte Leben ist großartig. Es gibt so viel zu entdecken, zu bestaunen und zu erleben. Wenn Du es willst, lässt Dir die digitale Welt dafür auch genügend Zeit!

SEGEN ODER FLUCH – DIE DOSIS MACHT DAS GIFT!

Zugegeben – auch wir nutzen regelmäßig digitale Medien. Sie bieten uns bislang ungeahnte Möglichkeiten und sind aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Sinnvoll eingesetzt sind sie Wissensmanager, Profitsteigerer und vieles mehr. Der dauerhaft falsche Einsatz kann aber auch zu massivem Multitasking und permanenter Zerstreutheit führen, was sich wiederum negativ auf unsere Produktivität, Konzentration, Kreativität und unsere Gesundheit auswirkt.

Unsere sehr positiven persönlichen Erfahrungen auf der Karneralm sind der Antrieb für das Projekt DIGITALE AUSZEIT. Wir möchten Euch zum Nachdenken anregen und mithelfen, eine neue digitale Kommunikationskultur in unserer Gesellschaft zu etablieren. Für eine selbstbestimmte Nutzung für mehr Lebenszeit. Für das echte Leben gibt es keine APP – das musst Du selber führen. Schalt ab und Du wirst sehen, wie schön das Leben ist!

Zeit haben zum ECHTEN LEBEN – wir laden Euch ganz herzlich ein.

Mit lieben Grüßen von der Karneralm

Elke und Wolfgang

Das Leben in vollen Zügen genießen | Stephanie’s OFFTIME Story

Stephanie (25) studiert Wirtschaftspsychologie. Gerade und noch bis Dezember arbeitet sie an ihrer Masterarbeit zum Thema “Auswirkungen reduzierter Nutzung des mobilen Internets auf das emotionale Wohlbefinden”. Zu diesem Zweck wird sie ihre Probanden bitten, über eine Woche hinweg täglich zwei bis vier Stunden offline zu sein und sie wird die Offliner über ihre Gefühle während der Offline-Zeit befragen.

Über ihren eigenen Umgang mit OFFTIME sagt die Hamburgerin: “Es hilft mein Smartphone links liegen zu lassen und mich endlich mal wieder auf das momentan Wesesntliche zu konzentrieren.” Zum eingereichten Bild notiert sie: “Im Festivalmode- Mal ganz ohne Smartphone das Leben in vollen Zügen genießen.”

StephanieGrafHier ist Stephanies OFFTIME Story:

Während wir auf unser Smartphone starren, verpassen wir das, was gerade passiert – das Leben.

Wir hören Musik über Kopfhörer, aber nicht den talentierten Straßenmusiker.

Die Liebe unseres Lebens läuft an uns vorbei, aber wir sind gerade bei Tinder.

Wir treffen uns mit Freunden, aber chatten mit anderen bei Whatsapp.

Smartphones sind eine tolle Sache. Sie machen uns das Leben in vielerlei Hinsicht leichter. Ein Leben ohne sie ist nicht vorstellbar. Nur möchte ich von nun an lernen, auch mal wieder abzuschalten – einen bewussten Umgang mit dem Handy pflegen – und schreibe darüber meine Masterarbeit, weil ich das hier beobachtet habe …

Auf den Bus warten? – ab zu Facebook.

In der U-Bahn sitzen? – Kopfhörer rein, Spotify an.

Vorlesung in der Uni? – Was geht denn so bei WhatsApp?

Und wenn mich ein Kommilitone später fragt, was wir denn in der letzten Stunde behandelt haben? – Da muss ich erstmal überlegen. Dabei habe ich kein schlechtes Gedächtnis. Ich kann mich einfach nicht mehr gezielt konzentrieren.

Es fällt mir schwer, Freunden über einen längeren Zeitraum aktiv zuzuhören.

Es fällt mir schwer, aufmerksam durch die Welt zu laufen und die Schönheit der Natur zu bewundern.

Es fällt mir schwer, mich einfach mal zu entspannen und nichts zu tun.

Und wenn mein Smartphone über Nacht nicht ausgeschaltet ist, fällt es mir schwer, durchzuschlafen. Im Zeitalter des Multitaskings habe ich das Gefühl, vieles nur noch halb zu machen.

Am liebsten wäre ich die ganze Zeit auf einem Festival. Entweder hat man keinen Empfang oder der Akku ist leer. Und dann? Keine Schweißausbräuche! Ich vergesse nahezu, dass es das Handy gibt – Tiefenentspannung! Im Alltag muss es dann doch auch möglich sein.

Als ich Offtime das erste Mal benutzt habe, wurde mir wieder bewusst, wie sehr ich doch abhängig von meinem Telefon bin. Es kostete mich Kraft durchzuhalten und meine Offtime nicht vorzeitig abzubrechen. Ich war nervös, gelangweilt und wütend auf mich selbst.

Helfen Offline-Zeiten mir dabei, zu entspannen? Oder bewirken sie genau das Gegenteil?

Diese Frage finde ich so spannend, dass ich nun meine Masterarbeit zu diesem Thema schreibe.

Fühlen wir uns besser, wenn wir das Smartphone weniger benutzen?

Sind wir erleichtert nicht mehr ständig erreichbar zu sein?

Oder haben wir Angst etwas zu verpassen?

Weitere Infos zur Studie und Teilnahme findest du unter: ichbindannmaloffline.jimdo.com

Leben ist das, was passiert, wenn unser Smartphone aus ist.

6,293 Minutes and Twinkies: Time to Disconnect | Mikaela’s OFFTIME Story

MikaelaHuntMikaela Thorpe (37) is a Social Media ‘Butterfly’ who found out that there’s some things in life that you can’t experience through an email or a tweet.

Here’s Mikaela’s story:

Like most people I know, I have trouble stepping away from a screen.  It’s not intentional.  As a matter of fact, I’m not quite sure how I got to this point.

It feels like we’ve had the access we’ve had to online platforms since I was a kid, but that’s far from the truth.  There was no email when I was in high school.  Instant messaging was on a black and green screen when I arrived at the University of Missouri.  I remember going to the computer lab to message with my long-distance boyfriend at the time because it was free and better than spending the money on your calling card!

There was also a time, seven years later, when I was a house director at a sorority while also working in the TV news business.  I heard about this little program called Facebook.  I asked the women in the house questions about how they used it and they explained it was to share information with other students about coursework.

Little did I know what it would all turn into…

I now have two iPhones, an iPad, a Kindle Fire, and a laptop/tablet hybrid.  I am stuck between two technologically defined generations:  early adopters and late bloomers.  It’s good to be this 30-something in the middle because we “get” the technology and we probably aren’t attached to it.

At least we don’t think we are– until we put it to the test, which I’ve recently been doing.

Like many of you, I rely on the Internet each and every day to do work.  There are many hours I’m on a computer each day and I would have guessed, prior to now, I’m on my smartphone and tablets for less time.

Early this year I learned about a new app that was changing the way people use their devices, taking us away from the online addiction that we’ve fallen into like it’s a Twinkie box that we keep going back to again and again.  Junk food can be amazing.  You have to admit it’s really good to have a Twinkie, golden spongy goodness with delightful cream filling.  (If you’re not a Twinkie fan just substitute in your favorite guilty, sweet pleasure.) But we’re supposed to eat that stuff in moderation! Harsh reality:  we don’t gain weight from clicking the button on our home screens, maybe if we did we’d be more strategic about how much we’re online.

This app is called OFFTIME and it’s not available for iPhone users yet, but it’s in the “beta” stage for iOS and I’ve been part of the test group for the company.

It’s annoying to find out how much time I spend on my devices.  I don’t want to face it because the work that I do on my devices makes my life more productive, it helps me connect with people.  But with this app, I’m annoyed.  After I’m on my phone for ten minutes this app lets out this long fire-alarm-in-a-commercial building sound and it is VERY hard to step around it and ignore the tone.  It’s caught me a few times when I’ve been on the phone with people.  You really do have to shut it down.

Here’s just a glimpse of my experience in the last month with OFFTIME:

  • The hardest moment:  when I looked and saw I had been on my phone for 528 minutes in ONE DAY.  Admittedly, it was a day when I was sick in bed on vacation… but still.  ONE DAY.
  • Just a quick look at Tuesday’s score, I’ve used my phone 31 times that day.  290 minutes worth of doing whatever I do on there.  And I am not a gamer.  Nor am I a stalkerazzi– you’ll have to just believe me on that one.  This is me replying on social media, looking at articles on Flipboard, making my To Do lists, checking my email, calling people, texting a few more, and cooking from recipes.  Oh yeah, Periscope and Meerkat activities.  And if my son grabs my phone to try to play Flappy Bird it just adds fuel to the OFFTIME fire.
  • In the month of August (I’m shuddering to think about this) I’ve spent 6,293 minutes on my phone.
  • This isn’t even including the time I’ve logged on my laptop!

I am now taking some OFFTIME, as my smartphone suggests. The message reads simply this as it rests in Airplane Mode:

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Beyond my own little case study, Connect Ohio is challenging all of us to take a Day of Disconnect. While I don’t think I’ve fully disconnected ever, this OFFTIME app is my way to be more cognizant of how much I’m on my devices and to check myself when it goes over the top.  And now maybe, just maybe, I’m at a point where I can accept unplugging for a day.

The fact is this:  while this self-proclaimed Social Media Butterfly loves connecting online and relies on it for business and social purposes each and every day, I also know that there are some things in life that you can’t experience through an email or a tweet.  Face-to-face problem solving over coffee, phone calls with laughter as you try to conference everyone in, the smile when you walk into a meeting.

I hope to do a lot more of that this year while still utilizing the online world for all the great things it does offer.

 

Mitten drin und doch ganz weit weg | Karl’s OFFTIME Story

Karl-Heinz Thunemann hat mit 64 Jahren bereits einige bewegte Jahre hinter sich und er interessiert sich heute vor allem für eines: “Was ist unsere Komfortzone und wie können wir sie verlassen?” Was hindert uns daran, Auszeiten zu nehmen und fernab von eingetretenen Wegen streunen zu gehen? Seine Forschung zum Thema betreibt er im Internet und im (digitalen) Austausch mit Freunden und Bekannten. In seinem Beitrag beschreibt er seine ganz persönliche Offtime-Erfahrung beim Segeln auf der Nordsee.

KarHeinzTh_ogHier ist Karl-Heinz’ Story:

Meine erste richtige und sicherlich nicht die letzte Offtime-Zeit dauerte vom 23.8.2015 bis zum 4.9.2015 und war ein geniales Erlebnis: Mein Bruder und ich hatten schon vor einem Jahr einen Segeltörn für diese Zeit gebucht und der Törn ging von Amsterdam nach Monte Carlo. Und es war insofern ein besonderer Törn, als das Segelschiff unserer Wahl einer der letzten noch fahrenden ehemaligen Flying-PLiner war, die ehemalige PADUA und heutige KRUZENSHTERN, Ausbildungsschiff für russische Kadetten unter der Oberhoheit des russischen Fischereiministeriums. Dieses Schiff nimmt keine Passagiere mit, sondern Trainees. Das heißt, man muss nicht an Bord arbeiten, darf aber – unter Anleitung – alles mitmachen, wozu man Lust hat. Ich habe mich dann während der Reise der zahlreichen Messingteile an Deck angenommen und fleißig gewienert. Außerdem machten 40 französische Kadetten ihr Praktikum an Bord, sodass Russisch, Französisch, Englisch und Deutsch gesprochen wurde. Alle Kadetten müssen während ihrer Ausbildung Englisch lernen, sodass es mit der Verständigung keinerlei Probleme gab. Mein Bruder und ich hatten für die Zeit eine gemeinsame 2-Bett Kabine mit Dusche und WC und waren mit der Ausstattung sehr zufrieden. Nachdem die Kruzenshtern die SAIL 2015 in Amsterdam unter lautem Jubel verlassen hatte und wir die offene See bei bestem Wetter erreichten, begrüßte uns der russische Kapitän, hieß uns herzlich willkommen und stellte uns unseren Betreuer, den Navigationsoffizier vor. Uns erwartete ein tolles Programm, mit dem wir überhaupt nicht gerechnet hatten – und das neben der Betrachtung und Dokumentation der fortwährenden Arbeiten der Mannschaft an Deck. So bestaunten wir die Behändigkeit der Kadetten beim Hochklettern in die Masten und Rahen, also bis zu einer Höhe von ca. 55 m über dem Deck. Oder wir lauschten im schiffseigenen, wunderschönen Museum einem hochkarätigen Vortrag über die Geschichte der Kruzenshtern. Auch machten wir natürlich beim „Nudelalarm“ mit, bei dem alle in die Messen gerufen wurden, die nicht unmittelbar mit dem Betrieb des Schiffes betraut waren, zur Produktion einer russischen Nudelspezialität, vergleichbar mit gefüllten Tortellini. Auf diesem Törn wurde der Rekord erzielt: in 5 Stunden stellten alle ca. 12500 Tortellini her. Es gäbe noch vielmehr zu erzählen, entscheidend jedoch: Mich hat unter diesen Umständen als gewohnter online-freak das fehlende Internet überhaupt nicht gestört: Das Zusammentreffen mit vielen jungen Menschen aus Russland und Frankreich sowie das Zusammengehörigkeitsgefühl unter uns 8 Trainees und die Erlebnisse an Bord waren ein absoluter Ausstieg in eine komplett andere, sehr faszinierende Welt. Zudem hatte ich eine enge emotionale Bindung zu diesem Abenteuer, denn mein Vater war als Jugendlicher dreimal mit der „Priwall“, einem ähnlichen Großsegler, nach Chile gefahren, sodass ich seine Erlebnisse jetzt viel besser nachvollziehen konnte. Natürlich gab es viele „Leerzeiten“, die ich mit der Betrachtung des endlosen Meeres um uns herum verbrachte und dabei etliche Male Wale und Delphine und natürlich auch mal andere Schiffe zu sehen bekam. Für mich war es ein knapp zweiwöchiges „Leben im Moment“: keine Gedanken an zuhause, keine an Vergangenheit oder Zukunft und absolut kein Bedarf nach Facebook oder meinen sonstigen geliebten Internetseiten. Und: Ich schaue mir jetzt regelmäßig den Fahrplan der Kruzenshtern an…..