Focus & Digital Balance

Blogging about Digital Detox and unplugging, customizing our connectivity, new technologies, distraction management, and a healthy lifestyle in our hyperconnected world

Längere und häufigere Smartphonenutzung hängt mit höheren Depressionswerten zusammen!

Eine Studie aus dem Journal of Medical Internet Research bringt erstaunliches zu Tage: Je länger und häufiger die Smartphonenutzung von Studienteilnehmern war, desto höhere Depressionswerte zeigten sie. Hierfür wurden Personen anhand eines Depressionsfragebogens untersucht. Anschließend wurde die Dauer und die Häufigkeit der Smartponenutzung von Personen für zwei Wochen aufgezeichnet. Einschränkend kann dabei gesagt werden, dass bisher nur eine relativ kleine Anzahl von Personen (21 Personen) untersucht wurden, daher muss die Studie mit mehr Teilnehmern wiederholt werden. Zudem wäre es sinnvoll, in zukünftigen Studien zu schauen, welche Aspekte der Smartphonenutzung (z.B. bestimmte Apps, Textnachrichten…) mit höheren Depressionswerten einhergehen. Eines scheint jedoch sicher: Um Depressionserscheinungen vorzubeugen scheint es sinnvoll, sein Smartphone seltener und insgesamt weniger zu nutzen.

Bildquelle: prspics/ Piqza.de

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Quelle: Saeb, Zhang, Karr, Schueller, Corden, Kording, & Mohr: Mobile phone sensor correlates of depressive symptom severity in daily-life behavior: An exploratory study (2015)

Weniger vor dem Smartphone hängen…

Viele Menschen nehmen sich vor, endlich mal weniger Zeit mit dem Smartphone zu verbringen – und scheitern häufig. Wie kann man solch ein Ziel gut erreichen? Wir haben Tipps vom Psychologie-Professor Roy F. Baumeister zur Zielerreichung mal auf das Ziel „Smartphonenutzung reduzieren“ angewendet:

1) Man sollte sich realistische Ziele setzen. Beginne beispielsweise damit, Dein Smartphone täglich für eine halbe Stunde “pausieren” zu lassen. OFFTIME kann Dir mit der Ziele-Funktion helfen, Ziele zu setzen.

2) Man sollte sein Verhalten gut einschätzen und beobachten. Beobachte also Dein Smartphoneverhalten – hierbei kann Dir die Insights-Funktion von OFFTIME helfen.

3) Man sollte schöne Dinge nicht verbieten, sondern gedanklich auf später verschieben. Dies ist ein einfacher psychologischer Trick, der umgehen soll, dass verbotene Dinge einem noch attraktiver erscheinen. Es gibt Funktionen deines Smartphones, die dir Spaß bringen? Mach Dir bewusst, dass Du Dir Smartphonenutzung nicht verbietest, sondern nur auf später verschiebst.

4) Belohne Dich für erreichte Ziele. Überlege Dir Dinge, mit denen Du Dich belohnen wirst, wenn Du Deine gesetzten Ziele erreicht hast!

Auf geht’s!! :-)

vortrag-seminar-coaching

Bildquelle: omarket/ Piqza.de

Quelle: Baumeister & Tierney: Willpower: Why Self-Control is the Secret to Success (2011)

Schneller arbeiten – aber zu welchem Preis?

Forscher (Mark, Gudith, & Klocke, 2008) kamen in einem Experiment zu einem zunächst überraschenden Ergebnis: Versuchsteilnehmer, die unterbrochen wurden, waren in der Aufgabenbearbeitung schneller als Versuchsteilnehmer, die nicht unterbrochen wurden. Die Personen sollten in einem 20-minütigem Experiment E-Mails möglichst schnell und fehlerfrei beantworten, wobei sie einmal von einem gespielten “Vorgesetzten” unterbrochen wurden und und einmal nicht. Das überraschende Ergebnis: Die Personen waren schneller, wenn sie unterbrochen wurden. Der Grund: Die Antwort-Texte wurden unter diesem Umstand länger und Personen sahen weniger Grund zur Anstrengung und Eile. Jedoch hatte die Schnelligkeit ihren Preis: Personen fühlten sich bei Unterbrechungen gestresster, waren frustrierter und spürten größeren Zeitdruck – und dies nach einem nur 20-minütigen Experiment. Ob die Schnelligkeit ihren Preis wert ist und auf Dauer durchzuhalten ist, zweifeln wir stark an… Sei Dir bewusst, dass schneller arbeiten mit Unterbrechungen kurzfristig möglich ist – jedoch auf Kosten deiner psychischen Gesundheit und Zufriedenheit. Was hat für Dich Priorität?

Stress – Zeitdruck

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Quelle: Mark, Gudith, & Klocke: The cost of interrupted work: more speed and stress (2008)

Der Wechsel zwischen Aufgaben ist mit Kosten verbunden!

Menschen sind sehr gut darin, Aufgaben im schnellen Wechsel auszuführen. Im Büroalltag ist dies heutzutage auch fast unvermeidbar. Zur Erforschung solcher Situationen werden in der Forschung sogenannte “Task-switching”-Experimente durchgeführt und analysiert. Hierbei führen Versuchspersonen eine bestimmte Aufgabe durch (z.B. Zuordnen von Wörtern zu Kategorien). Dabei enthalten einige Durchläufe wechselnde Aufgaben (switch trials) und andere mehrere Aufgaben der gleichen Art (repeat trials). Es zeigt sich, dass es relativ stabile “Wechselkosten” bei Durchläufen mit wechselnden Aufgaben gibt, sowohl in Bezug auf die Reaktionszeit als auch auf die Fehlerrate – auch nach Trainings- und Übungsphasen. Was bedeutet dies für unseren Alltag? Wenn wir möglichst wenig zusätzliche Zeit verbrauchen und Fehler vermeiden wollen, sollten wir möglichst wenig zwischen Aufgaben wechseln. Also: Lieber eine Aufgabe zu Ende machen, bevor Du die nächste beginnst, anstatt ständig zwischen den beiden Aufgaben zu switchen – so sparst Du Zeit und Nerven!

 Die richtige Geldanlage – Sparen!

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Quelle: Kiesel, Steinhauser, Wendt, Falkenstein, Jost, Philipp, & Koch: Control and Interference in Task Switching – A Review (2010)

Wir haben einen Gewinner!

In August und September haben wir Menschen dazu aufgerufen, darüber zu schreiben, was sie berührt, wenn es um digitale Auszeiten geht. Wir wollen Menschen kennen lernen, die abschalten, sich digitale Auszeiten nehmen und Digital Detox machen. Was ist ihre Geschichte?

Viele von euch haben uns geschrieben und teilgenommen am „OFFTIME Stories“ Wettbewerb. Und jetzt, nach 2 Wochen intensiver Abstimmung haben wir eine Gewinner-Story im Community-Voting:

Herzlichen Glückwunsch, Johannes! „Im Digitalen Wahn nicht Versinken“ hat gewonnen!

Unsere hochkarätig besetzte Jury hat fünf weitere Stories ausgewählt und wie folgt bewertet:

  1.  „Marokko“ von Benjamin
  2. „Mitten drin und doch ganz weit weg“ von Karl-Heinz
  3. „Give Me Tea or Give me Death“ von Maheen
    „6293 Minutes and Twinkies – Time To Disconnect“ von Mikaela
    „Das Leben in vollen Zügen genießen“ von Stephanie

Danke an alle, die mitgemacht haben! Wir werden uns bei den Gewinnern in den nächsten Tagen melden.

Falls du es noch nicht gemacht hast, lade dir die ( OFFTIME ) App für Android oder iOS Geräte runter. Und falls du nicht beim Wettbewerb teilgenommen hast, aber denkst, dass du selbst etwas zu erzählen hast, schreib deine Geschichte auf und sende sie uns!

Geschaffen um uns abzulenken: Neue Technologien

Der Ökonom Erik Brynjolfsson stellte fest: Während Rechnerleistungen über die letzten Jahrzehnte exponentiell gestiegen ist, blieb der Zuwachs an Arbeitsleistung recht gering. Wie lässt sich das erklären? Eine mögliche Erklärung: Neue Technologien sind ein zweischneidiges Schwert. Einerseits erleichtern sie uns modernen Menschen enorm die Arbeit. Andererseits haben sie einen großen Nachteil: Sie machen es uns so wahnsinnig leicht, uns selbst abzulenken. Nur ein Klick und schon gelangt man von der wichtigen E-Mail, die man lesen wollte, zur lustig unterhaltsamen Newsseite. Eine Möglichkeit, sich selbst vom Prokrastinieren abzuhalten: Erschwere Dir den Zugang zu ablenkenden Inhalten! Für den Browser ermöglichen dies zum Beispiel die Programme Leechblock für Firefox, StayFocusd für Chrome, WasteNoTime für Safari oder focalfilter für alle Browser. Das ( OFFTIME ) solch ein Programm für das Smartphone darstellt, muss hier wohl nicht extra erläutert werden… Diese und weitere Tipps findest du auf dieser Seite: http://matt.might.net/articles/cripple-your-technology/

Uhl & Friends - New Media Relations - Tag Cloud

Bildquelle: Uhlandfriends/ Flickr.com