Focus & Digital Balance

Blogging about Digital Detox and unplugging, customizing our connectivity, new technologies, distraction management, and a healthy lifestyle in our hyperconnected world

Auswege aus dem ‚Digitalen Burnout‘

Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen, dass unsere Smartphone-Nutzung uns abhängig und unglücklich machen kann. Bei ( OFFTIME ) arbeiten wir erfolgreich an Alternativen und Lösungen, um diese Effekte abzufedern und Wohlbefinden und Produktivität auch in unserer hypervernetzten Zeit zu ermöglichen – und fordern ein noch weiteres Umdenken.

Alexander Markowetz ist mit seinem Buch “Digitaler Burnout” und den Forschungsergebnissen von 60.000 Handynutzern seit kurzem überall in den deutschen Medien zu finden. Wir greifen rund 88 Mal zu unserem Handy, verbringen damit 2 1/2 Stunden am Tag. Diese Ergebnisse decken sich mit dem Research den wir gemacht haben: im Durchschnitt wurde bei uns jedes Telefon 63 Mal täglich für je 2:49 Minuten aktiviert, also am Tag für 2 Stunden und 55 Minuten genutzt. Alexander Markowetz befindet weiterhin, dass sich unser gesteigerter Handykonsum bereits jetzt negativ auf unsere geistige Leistungsfähigkeit und unsere Gesundheit auswirkt und uns tendenziell unglücklich und unproduktiv macht.

Unser Handykonsum macht uns unglücklich – die Kontrolle zurück erlangen

Nach allem was uns aktuelle Studien – auch unsere eigenen – zeigen, hat Markowetz recht. Auch wir finden, dass es ein Maß an Smartphone-Nutzung gibt, dass viele von uns längst überschritten haben – mit all den negativen Effekten, die damit einhergehen. Bei dieser Bestandsaufnahme dürfen wir aber nicht stehen bleiben. Wir müssen die richtigen Schritte weiter gehen. Mit ( OFFTIME ) entwickeln wir bereits heute Alternativen und Lösungen, die einen besseren Umgang mit dem Smartphone und digitalen Technologien ermöglichen. Dass dies möglich ist, zeigen erste Ergebnisse unserer Forschungszusammenarbeit mit der Humbolt Universität zu Berlin.

Auf der einen Seite ermöglichen unsere Android und iOS Apps, einen reflektierteren Umgang mit dem Smartphone. Nachdem wir bisher nur in der Schweiz – sehr erfolgreich – live waren, ist unsere iOS-Version seit kurzem übrigens weltweit verfügbar. Mit den ( OFFTIME ) Apps können Menschen, ihr Nutzungsverhalten erfassen, sich mit anderen vergleichen und persönliche Nutzungsziele setzen. Gleichzeitig können sie sich digitale Auszeiten nehmen, diese Auszeiten mit anderen teilen (und so den motivierenden Effekt verstärken) und durch Erinnerungen, persönliche Filter und Hürden sicherstellen, dass die eigene Auszeit auch eingehalten wird.

( OFFTIME ) for iOSWer sind die Menschen, die Kontrolle über ihre Vernetzung oder Auszeiten suchen?

Die ( OFFTIME ) Apps wurden weltweit inzwischen von mehr als 500.000 Leuten genutzt. Wie sich gezielte Auszeiten im Leben des Einzelnen auswirken, haben wir in den vergangen Wochen versucht im Rahmen des OFFTIME-Stories-Wettbewerbes herauszufinden. Dabei haben uns weltweit Menschen geschrieben und erklärt, warum sie digitale Auszeiten suchen, auf was für Probleme Sie dabei stoßen für Sie bedeuten: http://offtime.co/stories

Ahmed aus Ägypten ist gerade 16 Jahre alt und berichtet uns, wie er zeitweise über 5 Stunden täglich an seinem Smartphone hing. Menschen wie Johannes (30) oder Frederick (22) nutzen ( OFFTIME ) ganz strategisch, um im Alltag stressfreier zu sein und bei all den digitalen Versuchungen produktiv zu bleiben. Aber da sind auch Menschen wie Reik (40) oder Mikaela (37), die für sich erkannt haben, dass es sich lohnt, in bestimmten Momenten voll und ganz bei den wichtigsten Menschen im Leben zu sein – ganz ohne Social Media und co.

( OFFTIME ) Stories Contest

Digitale Auszeiten helfen – und zeigen uns neue Wege auf

Dass die ( OFFTIME ) App tatsächlich Stress reduzieren kann, zeigen erste Ergebnisse von Studien der Humboldt Universität zu Berlin. So wurden die Teilnehmer gebeten sich einmal am Tag zwei Stunden mit der OFFTIME-App eine digitale Auszeit – von der Arbeit, was in den meisten Fällen auch von der Smartphonenutzung bedeutet – zu nehmen. Das Ergebnis: die Nutzung von OFFTIME trägt bereits nach einer Woche nicht nur signifikant zum mentalen Abschalten von der Arbeit – in einer Woche im Mittel um 8 Prozent besser -, sondern auch zur besseren Entspannung in der Freizeit bei. Umgekehrt führt diese „Me-Time“, also die bewusste Auszeit für sich selbst, aber auch zu einer höheren Arbeitsmotivation – im Vergleich zur ersten Woche steigerte sich der Elan um 5 Prozent. Eine hohe Arbeitsmotivation erhöht meist auch die Produktivität.

Darüber hinaus ließ sich bei Nutzern der App ein Trend zu weniger Telefonnutzungszeit nachweisen und es zeigte sich, dass tendenziell weniger Entsperrungen des Smartphones die Folge waren. Daraus lässt sich schlussfolgern, dass nicht nur die reine Smartphone-Zeit für Gesundheit und Wohlbefinden der Menschen ausschlaggebend sind, sondern auch die Art und Weise und der Zeitpunkt zu dem wir Smartphones nutzen.

offtime _ arbeitsengament -entspannung - gedankliches abschalten

Es zeigt sich deutlich, dass der/die Einzelne mit unterstützenden Technologien wie den ( OFFTIME ) Apps, Ablenkungen eingrenzen und den eigenen Smartphonegebrauch verbessern und damit Produktivität und Wohlbefinden gleichsam steigern kann. Trotzdem sehen wir auch ( OFFTIME ) als ein Korrektur für ein sehr großes, akutes Problem: die heutigen digitalen Technologien inklusive Smartphone und Co. lenken uns ab, machen uns süchtig und unglücklich. Der Psychotherapeut Berdt te Wildt, der Informatiker Alexander Markowetz und andere Menschen die in diesem Feld aktiv sind treffen mit ihren jeweiligen Aussagen den Kern dieses Problems.

Zeit für eine neue Post-Tech Ära

Langfristig bringt es uns nichts, das Smartphone zu verteufeln, nur uns selbst einen anderen Umgang aufzuzwingen und eine kleine Elite technische Übergangslösungen nutzen zu lassen. Vielmehr braucht es mehr (Digital-Technologie-)Unternehmen, deren Fokus es ist, unser Wohlbefinden und unsere Selbstständigkeit zu fördern, statt zahlenmäßige Effizienz und Aktivität mit den Geräten und ihren Diensten selbst zu steigern (wie im Zeitartikel erwähnt, nenne ich dies “Post-Tech”). Es kann nicht sein, dass Unternehmen wie Facebook, den Erfolg von neuen Funktionen daran messen, wieviel Zeit die Nutzer mit ihnen verbringen. Dass im Fall von Whatsapp und co. die Anzahl täglicher Nutzer und verschickter Nachrichten als Erfolgszahlen gelten, aber nicht zum Beispiel die Anzahl guter Gespräche und positiver gemeinsamer Erlebnisse der Nutzer. Auch bei vielen Medien scheint es darum zu gehen, wieviele Besucher und Shares eine Geschichte erreichte, nicht wieviele Aha-Momente und (fruchtbare) Diskussionen diese auslöste. Was für einen Standard setzen wir hier? Wo wollen wir hin mit der aktuellen Technologie und digitalen Welt?

Erst wenn sich auch die Mess- und Erfolgszahlen in Unternehmen ändern, hin zu Zahlen, die den direkten Mehrwert von Angeboten für die Nutzer aufzeigen, bietet sich die Chance, dass uns digitale Technologien und Smartphones weniger ablenken, süchtig und unglücklich machen. Wir sind uns sicher: Bis dahin werden Psychologen, Wirtschaftselite und (bald auch) Poltiker vermehrt die temporäre digitale Abstinenz preisen und auf Lösungen wie ( OFFTIME ) setzen, die es ermöglichen, Fokus und Proktivität sowie eine digitale Balance und Wohlbefinden in der digitalen Welt effektiv umzusetzen.

Beste Grüße,
alex

Co-Founder & CEO ( OFFTIME )

ÜBER OFFTIME

( OFFTIME ) setzt sich für einen gesunden und balancierten Technikkonsum ein und ermöglicht seinen Nutzern einfach abzuschalten, sich zu fokussieren und ein Gleichgewicht zwischen Arbeit, Freizeit und Techniknutzung zu finden. In Retreats (in Deutschland, Schweiz und Österreich), die sich den Prinzipien der ‘Digital Detox Camps’ entlehnen und doch etwas ganz Neues schaffen, ermöglichen sie den Teilnehmenden abzuschalten, Kraft zu tanken, den eignen Fokus schärfen. Durch Experteninput und Austausch mit anderen Teilnehmern, ist es damit möglich seinen Technikgebrauch reflektieren und zu neuen Gewohnheiten kommen. Ihre App-basierte Technologielösung für den Alltag gibt Tipps, eine Übersicht über die eigene Smartphonenutzung und ermöglicht Kommunikationskanäle zu filtern und App-Zugriffe zu blockieren. ( OFFTIME ) für Android wurde seit seinem Launch im Oktober 2014 bereits mehr als 500.000 mal heruntergeladen. Von Google wurde die App zu einer der “Besten Apps 2014” gekürt.