Focus & Digital Balance

Blogging about Digital Detox, distraction management, unplugging and a healthy lifestyle in our hyperconnected world

Im digitalen Wahn nicht versinken | Johannes‘ OFFTIME Story

Im Leben von Johannes Braun (30) steht selten etwas still, schon gar nicht er selbst: “Wenn Du dieses Schreiben liest, bin ich bestimmt schon im Marokko-Urlaub.” Für den Dipl. Sozialwissenschaftler und aktuellen Hobby-Studenten ist OFFTIME ist eine wertvolle Hilfe, „um nicht völlig im digitalen Wahn zu versinken!” Johannes hat uns fünf Bilder mitgesandt, die sich auf seine Arbeit als Kreativberater und „Design-Thinker“ beziehen.

Hier ist Johannes‘ OFFTIME Story:

JohannesBraunSeit Ende April bin ich völlig frei davon, alle drei bis fünf Minuten auf mein Smartphone zu schauen. Allerdings nur an einem ganz besonderen Ort und auch nur an zwei Tagen in der Woche. An diesen zwei Tagen komme ich oft noch nicht einmal auf die Idee, unmittelbar alle einkommenden SMS oder Instant-Messaging Nachrichten zu lesen. Ein schöner Zustand. Auch kann ich kurze Leerlaufzeiten aushalten und muss mich nicht über die Neuigkeiten der Welt „informieren“; sprich: ablenken.

Ablenken ist hier bereits ein Euphemismus, denn längst saugt die Smartphone-Realität uns regelrecht ein. Etwa bei Facebook und Twitter. Hier will der angemeldete Nutzer mit Erfolg vertreten sein. Damit gemeint ist die erfolgreiche Teilnehme an Kommunikation. In virtuellen Diskussionen ist es zum Beispiel erheblich besser, unter den ersten drei Antwortenden zu sein – für Antwort Nummer 42 interessiert sich meist niemand mehr (von Douglas Adams Fans einmal abgesehen). Mit Erfolg können wir bestimmte Angebote also nur dann nutzen, wenn wir alle paar Minuten mit unseren Smartphones checken, ob es etwas Neues gibt was wir liken, sharen oder kommentieren „müssen“.

Zum Glück gibt es den einen Ort, an dem mein Smartphone in der Jackentasche bleiben kann. Der Ort, der unheimlich anregt und zugleich als meine ‚Digital-Detox-Oase‘ fungiert, ist das Hasso Plattner Institut in Potsdam. Genauer eine an dieses Institut angeschlossene Einrichtung mit dem Namen HPI School of Design Thinking (D-School). Dienstags und freitags wird es im Zusatzstudium so bunt und intensiv, dass mein Hirn keine weiteren Reize durch das Smartphone benötigt. Im interdisziplinären Team in besonderen Räumen an komplexen Problemen zu arbeiten und dabei neue Produkte und Dienstleistungen gestalten – das ist der Stoff, aus dem meine Offtime-Zeit besteht.

JohannesBraun2Ein wichtiger erster Schritt zu mehr digitaler Unabhängigkeit ist es also, Räume und Tätigkeiten zu finden, mit denen wir uns ohne zusätzliche Mühe frei von unseren Smartphones fühlen können.

Doch, oh Schreck, was ist in den Semesterferien?

Mit Google habe ich die OFFTIME-App gefunden. Diese App verblüfft. Und erschreckt, weil sie in einem ersten Schritt schonungslos anzeigt, wie oft am Tag man sein Smartphone entsperrt und wie lange man sich wirklich durch die verschiedenen Apps ablenken lässt. Bei mir liegt die Anzahl der Entsperrungen an manchen Tagen in den Semesterferien bei knapp unter 100. Das ist eindeutig zu viel. Mein Smartphone auszuschalten oder es im Flugzeugmodus zu betreiben kommt allerdings auf keinen Fall in Frage. Mir ist es wichtig, dass der engere Freundeskreis und meine Familie mich erreichen können. Durch OFFTIME bestimme ich nun selbst genau die Zeiten, zu denen ich konzentriert und ablenkungsfrei arbeite. Auch plane ich aber viel gezielter die Zeiträume, zu denen ich mir Facebook und Co. „erlaube“.

OFFTIME kann den Aufenthalt an der D-School nicht ersetzen. Das ist auch gar nicht das Ziel der App. Vielmehr hilft mir OFFTIME die Semesterferien zu überstehen und spürbar produktiver mit meiner Zeit umzugehen. Danke.

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