Focus & Digital Balance

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Smartphones führen zu schlechteren Gesprächen in Cafés

Ob das Smartphone sichtbar ist oder nicht macht bei Gesprächen mit Freunden und Bekannten einen entscheidenden Unterschied! Dies fanden Forscher heraus, als sie 100 Konversationen zwischen jeweils zwei miteinander bekannten Personen in Cafés untersuchten.

Café

Bildquelle: BabSchull/ Piqza.de

Die Personen wurden direkt im Café angesprochen und aufgefordert, zehn Minuten über ein vorgegebenes Thema zu sprechen. Dabei wurden die Personen beobachtet und wurden danach gebeten einen kurzen Fragebogen zu beantworten. Wenn bei diesem Experiment ein Smartphone auf den Tisch gelegt oder in der Hand gehalten wurde, wurde das Gespräch negativer bewertet. Zudem zeigten sich die Gesprächspartner empathischer, wenn kein Smartphone sichtbar war. Wenn Dir Gespräche wichtig sind, lass Dein Smartphone somit lieber in Deiner Tasche! Eine lustige Anleitung, wie man in sieben Tagen weniger Zeit mit seinem Smartphone verbringt, findest Du hier: http://www.wnyc.org/tags/bored_and_brilliant_challenges/

Quelle: Misra, Cheng, Genevie, & Yuan: The iPhone Effect: The Quality of In-Person Social Interactions inthe Presence of Mobile Devices (2014)

Internetsucht führt zu Veränderungen im Gehirn!

Für einige Personen bedeutet Internetnutzung nicht mehr nurZeitvertreib oder Informationsgewinnung – bei manchen Personen entwickelt sich eine handfeste Internetsucht. Charakteristisch für intersüchtige Personen ist die Unfähigkeit, das eigene Nutzungsverhalten zu kontrollieren. Internet-surfen kann letztlich zu Stress und weiteren Beeinträchtigungen im Leben der Betroffenen führen, dies gilt z.B. für die akademische Leistung, soziale Interaktionen, in Bezug auf berufliche Interessen und Verhalten. Forscher verglichen die neurologische Struktur von 17 Personen mit Internetsucht mit der neurologischen Struktur von 16 Personen ohne Internetsucht. Dies taten Sie mittels Diffusions-Tensor-Bildgebung. Das ist eine Variante der Magnetresonanztomografie (MRT) die zuverlässige Bilder des menschlichen Gehirns ergibt. In der Studie zeigte sich, dass sich bei Personen mit Internetsucht bedeutsame Unterschiede in der neurologischen Struktur ihres Gehirns zeigten: So war die Beschaffenheit der weißen Substanz in vielen Regionen sehr viel angegriffener als bei den Personen ohne Internetsucht. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass Regionen des Gehirns betroffen sind, die wichtig für die Erzeugung und Verarbeitung von Emotionen, Aufmerksamkeit, Entscheidungen und kognitive Kontrolle sind. Die Ergebnisse ähneln zudem denen anderer Süchte, wie Alkohol, Kokain oder Marijuana. Einmal mehr zeigt sich hier also, wie wichtig ein bewusster Umgang mit dem Internet und neuen Technologien ist.

Bildquelle: allan ajifo/ flickr.com

Bildquelle: allan ajifo/ flickr.com

Quelle: Lin, Zhou, Du, Qin, Zhhao et al: Abnormal white matter integrity in adolescents with internet addiction disorder: A tract-based spatial satistics study (2012)