Focus & Digital Balance

Blogging about Digital Detox and unplugging, customizing our connectivity, new technologies, distraction management, and a healthy lifestyle in our hyperconnected world

Die ”Online-Generation”

Jugendliche heute wachsen anders auf als frühere Generationen. Der größte Unterschied: Sie wachsen mit den neuen Technologien auf, an die Erwachsene sich mehr oder weniger freiwillig im Erwachsenenalter gewöhnen mussten. Wie verändert sich die “Jugendzeit” dadurch?

Digital natives: https://www.flickr.com/photos/angermann/3629090827/

Bildquelle: „Digital natives“ von Thomas Angermann/ Flickr.com

Eine amerikanische Studie untersuchte Freundschaft von Jugendlichen im digitalen Zeitalter (Pew Research Center, 2015). Hier einige Befunde über die untersuchte “Online-Generation”: 57% der Teenager haben bereits Online neue Freunde gefunden – Jungen eher als Mädchen. Bei Jungen geschieht dies mehrheitlich über Computerspiele, wogegen bei Mädchen soziale Netzwerke den meistgenutzten Kanal für neue Online-Freunde darstellen. Mehr als die Hälfte der Jugendlichen (55%) schreibt täglich Textnachrichten mit Freunden – es ist für viele der dominanteste Kommunikationskanal auf täglicher Basis. Einen Vorteil von sozialen Medien sehen die Jugendlichen darin, dass soziale Medien es eher erlauben, eine andere Seite von sich zu zeigen, die sie nur schwer offline zeigen können – beispielsweise über ernste Themen oder über Politik zu sprechen. Zudem haben 68% das Gefühl, über soziale Medien Unterstützung in schweren Zeiten zu erhalten. Als einen negativen Aspekt nennen 42% der Jugendlichen, dass sie es schonmal erlebt haben, dass jemand Dinge über sie gepostet hat, die sie nicht ändern oder kontrollieren konnten. Zudem haben 68% der Jugendlichen bereits erlebt, wie es online zu Formen von Mobbing kam. Fazit: Für Jugendliche entstehen neue Regeln im Umgang mit Freunden, dies bietet Chancen als auch Herausforderungen – eine Auseinandersetzung mit diesen ist sinnvoll und sollte von Eltern gefördert werden. Hierzu bietet auch ( OFFTIME ) Möglichkeiten – vergleiche beispielsweise Deine Smartphonenutzung (via Insights) mit der von Deinen Kindern!

Quelle: Pew Research Center: Teens, Technology and Friendships (2015)

Smartphones führen zu schlechteren Gesprächen in Cafés

Ob das Smartphone sichtbar ist oder nicht macht bei Gesprächen mit Freunden und Bekannten einen entscheidenden Unterschied! Dies fanden Forscher heraus, als sie 100 Konversationen zwischen jeweils zwei miteinander bekannten Personen in Cafés untersuchten.

Café

Bildquelle: BabSchull/ Piqza.de

Die Personen wurden direkt im Café angesprochen und aufgefordert, zehn Minuten über ein vorgegebenes Thema zu sprechen. Dabei wurden die Personen beobachtet und wurden danach gebeten einen kurzen Fragebogen zu beantworten. Wenn bei diesem Experiment ein Smartphone auf den Tisch gelegt oder in der Hand gehalten wurde, wurde das Gespräch negativer bewertet. Zudem zeigten sich die Gesprächspartner empathischer, wenn kein Smartphone sichtbar war. Wenn Dir Gespräche wichtig sind, lass Dein Smartphone somit lieber in Deiner Tasche! Eine lustige Anleitung, wie man in sieben Tagen weniger Zeit mit seinem Smartphone verbringt, findest Du hier: http://www.wnyc.org/tags/bored_and_brilliant_challenges/

Quelle: Misra, Cheng, Genevie, & Yuan: The iPhone Effect: The Quality of In-Person Social Interactions inthe Presence of Mobile Devices (2014)