Focus & Digital Balance

Blogging about Digital Detox and unplugging, customizing our connectivity, new technologies, distraction management, and a healthy lifestyle in our hyperconnected world

Der OFFTIME-Story Wettbewerb und seine Jury 4/6

Wir haben die sechs Jury-Experten unseres OFFTIME-Story-Wettbewerbs gebeten, uns ihre persönliche Geschichte mitzuteilen, gemäß den Wettbewerbskriterien (max. 1 Seite und gerne auch mit Bild). In den vergangenen Tagen haben wir die OFFTIME-Stories von Musiker Noah Veraguth/ Pegasus, Journalist Christoph Koch sowie Psychotherapeut Dr. Bert te Wildt vorgestellt. Heute: (find the English version below)

Jessica Peterka Bonetta

Jessica Peterka Bonetta

Jessica Peterka Bonetta, Gründerin und Geschäftsführerin von Cape Balance, Coach mit Herz und Seele und Entspannungstrainerin aus Leidenschaft. Derzeit promoviert sie zudem in Persönlichkeitspsychologie zum Thema Internetnutzung bzw. Internet-Sucht. Gefragt, wie sie ihre OFFTIME erlebt, sagt Jessica Peterka-Bonetta:

„Für mich findet sich ein wesentlicher Unterschied von OFF- und ON-Momenten im Erlebnis des Parameters ‚Zeit‘. In ON-Momenten vergeht sie und wird bewusst als solche wahrgenommen, während ich tendenziell eher passiv handle. In OFF-Momenten dagegen werden die Ereignisse in dieser Zeit bewusst v-erlebt und die Zeit selbst wird oftmals vergessen.

Wann immer ich die Zeit aus dem Blick verloren habe wusste ich, dass ich gerade einen OFF-Moment erlebt hatte (und mein Handy gedanklich Lichtjahre von mir entfernt war). Doch OFF-Momente passieren mir nicht nur einfach, ich kann ihr aktiver Schöpfer sein. Meine Lieblingsstrategie für einen garantiert gelungenen OFF-Moment ist es im Park Riesenseifenblasen zu machen! Nichts ist entspannender als Seifenblasen zu erschaffen und sie beim Vorbeiziehen zu beobachten. Manche platzen sofort, andere erreichen ungeahnte Höhen. Und die aller meisten werden Opfer meiner amüsierten Kinder. Ich plädiere dafür, Technologie zu dem zu machen, wozu sie gedacht ist: nicht mehr und nicht weniger als ein manchmal sinnvolles Hilfsmittel, wie zum Beispiel um dieses Bild zu schießen. Das Backup behalte ich aber am liebsten im Kopf als inneres Bild.“

Morgen stellen wir hier vor: André Wilkens, Autor von „Analog ist das neue Bio“. 

 Sende uns Deine eigene Story und gewinne: http://offtime.co/stories-contest

(ENG)

The OFFTIME-Story Contest and its Jury

We asked the honorable six experts of our OFFTIME-Story Contest to share with us their OFFTIME-story following the rules and regulations of the contest (1 page max. and with an image). Each day we introduce one of the judges and his/her OFFTIME-Story. Earlier we shared the OFFTIME-Stories of musiscian Noah Veraguth/ Pegasus as well as journalist Christoph Koch and the story of psychotherapist Dr. Bert te Wildt. Today:

Jessica Peterka Bonetta, founder and director of „Cape Balance“, dedicated and passionate coach and trainer on relaxation. Currently Jessica also does her PhD on the subject of internet usage and consequently internet addiction. Asked about her OFFTIME-experiences, Jessica notes:

„To me a major difference between OFF- and ON-moments is in the experience of the parameter ‘time’. During ON-moments time passes and is perceived consciously while I usually act in a passive manner. During OFF-moments I consciously experience the events and the time itself is often forgotten.

Cape Balance, Jessica Peterka Bonetta

Jessica’s favorite OFF-strategy: Create giant soap bubbles and watch it.

Whenever I lost track of time I know that I had an OFF-moment (and mentally speaking my phone was miles away from me). But OFF-moments do not just happen, I can be the active creator. My favourite strategy for a felicitous OFF-moment is to do giant soap bubbles in the park! There is nothing more relaxing as to create the bubbles and observe them passing by. Some burst immediately, others reach an unexpected height. And most of the bubbles become a victim of my amused kids. 

I plead to use and understand technology in its original means, as a tool that is useful sometimes, for instance to take this picture. And I prefer to keep the backup in my head only, as an inner picture.“

Tomorrow we introduce here: André Wilkens („Analog is the new organic“).

Submit your own OFFTIME-Story and win: http://offtime.co/stories-contest.

Warum Kreativität ohne Ruhe unmöglich ist – Noah Veraguth über digitale Auszeiten

Wir haben die sechs Jury-Experten unseres OFFTIME-Story-Wettbewerbs gebeten, uns ihre ganz persönliche OFFTIME-Story mitzuteilen, gemäß den Wettbewerbskriterien (max. 1 Seite und gerne auch mit Bild). Jeden Tag stellen wir nun ein Jurymitglied und ihre/seine OFFTIME-Story vor. Heute: (find the English version below)

Noah Veraguth ist Musiker und Sänger der Band Pegasus. Andauernde Online-Präsenz und Social-Media-Aktivitäten gehören für den Schweizer zum Alltag, wenngleich es ihn vom Wesentlichen abhält: dem Schreiben neuer Songs.

Noah's favorite image

Noah’s favorite image

„In meinem Beruf ist das ständige Online-Sein Pflicht geworden. Ich investiere viel Zeit in die Bearbeitung der Facebook-Seite der Band und auch die noch viel intensivere Twitterwelt nimmt Zeit in Anspruch. Da geht manchmal das Wesentliche vergessen: das Kreieren von neuen Songs. Dafür muss ich Ruhe haben und für ein paar Stunden vom Netz sein. So komme ich auf die richtigen Ideen. Tatsächlich hilft mir OFFTIME, meiner Kreativität freien Lauf zu lassen.“

Als nächstes stellen wir hier vor: Jessica Peterka-Bonetta, Gründerin und Geschäftsführerin von Cape Balance, Coach mit Herz und Seele und Entspannungstrainerin aus Leidenschaft. In den vergangenen Tagen haben wir die OFFTIME-Stories von Journalist und Autor Christoph Koch sowie Psychotherapeut und Autor Dr. Bert te Wildt vorgestellt.

 Sende uns Deine eigene Story und gewinne: http://offtime.co/stories-contest

 

(ENG)

The OFFTIME-Story Contest and its Jury

We asked the honorable six experts of our OFFTIME-Story Contest to share with us their OFFTIME-story following the rules and regulations of the contest (1 page max. and with an image). Each day we introduce one of the judges and his/her OFFTIME-Story. Today:

Noah Veraguth, musician and lead singer of the Swiss band „Pegasus„. Online-presentations and social media activities are a major part of his daily duties but at the same time this distracts him from what is most crucial to him:

Noah Veraguth, musician and Pegasus' lead singer

Noah Veraguth, musician and Pegasus‘ lead singer

„Being online, constantly, became an obligation within my profession. I invest a lot of time updating and editing the band’s Facebook page, the more intense twitter world requires even more of my time. Thereby the most essential thing tends to be forgotten: The creation of new songs. I need  silence for that and have to be disconnected from the net for a couple of hours. That is how I get the good ideas. In fact OFFTIME helps me to keep my creativity in a good flow.”

The next jurymember to be introduced here is: Jessica Peterka-Bonetta, founder and director of Cape Balance, dedicated and passionate coach and trainer on relaxation. Earlier we shared the OFFTIME-Story of journalist and author Christoph Koch as well as the story of psychotherapist Dr. Bert te Wildt.

Submit your own OFFTIME-Story and win: http://offtime.co/stories-contest

Der OFFTIME-Story Wettbewerb und seine Jury 2/6

Wir haben die sechs Jury-Experten unseres OFFTIME-Story-Wettbewerbs gebeten, uns ihre ganz persönliche OFFTIME-Story mitzuteilen, gemäß den Wettbewerbskriterien (max. 1 Seite und gerne auch mit Bild). Jeden Tag stellen wir nun ein Jurymitglied und ihre/seine OFFTIME-Story vor. Heute: (find the English version below)

Christoph Koch, der Journalist und Autor lebt in Berlin. Sein Buch „Ich bin dann mal offline“ war 2010 auf der Spiegel-Bestsellerliste. Fünf Jahre später nach seiner OFFTIME befragt, schreibt er uns:

Meine letzte längere Offline-Zeit war vergangenes Wochenende, als ich mit Freunden in den Dolomiten wandern war. Beeindruckende Aussicht, atemberaubende Gipfel – aber die meiste Zeit so weit das Auge reichte kein Netzbalken in Sicht. Und auf den spartanischen Hütten gab es oft nur eine Steckdose auf 30 Gäste. Anfangs machte sich leichte Unruhe in der Gruppe breit. Kalter Entzug. Aber nach dem Wochenende war klar: Kaiserschmarrn schmeckt besser, wenn man nicht nebenher durch seinen Facebookfeed wischt. Und wer nur auf seinen Screen schaut, bekommt zwar eine Eilmeldung über ein zusammengebrochenes Kanzlerinnensitzmöbel mit – aber verpasst die Murmeltiere.

Christoph Koch, Dolomits

Christoph Koch and friends enjoy OFFTIME during a hiking trek in the Dolomits

Für mein Buch ‚Ich bin dann mal offline – Leben ohne Internet und Handy‘ habe ich mich damals für sechs Wochen komplett aus der vernetzten Welt verabschiedet. Keine Mails, kein Google, keine SMS, kein Facebook. Sechs Wochen – das ist in digitalen Zeiteinheiten ziemlich genau so lange, wie Menschen vor Apple Stores kampieren, wenn ein neues iPhone raus kommt. Am Anfang war es grauenvoll. Aber nach einer Weile genoss ich die Ruhe und die neu gewonnene Freiheit. Vor allem morgens. Statt den Tag mit dem Sichten und Abarbeiten von Mails und anderen Nachrichten zu beginnen – also nur zu reagieren und wie ein Tennisspieler die Bälle zurückzuschlagen – stellte ich mir die Frage: Was sind heute meine Prioritäten? Was ist mir wichtig? Was will ich heute erledigen? Wofür brauche ich Energie, Ruhe und Konzentration? Diese ablenkungsfreien und selbstbestimmten Offlinephasen versuche ich auch heute noch – wo ich längst wieder online bin – immer wieder in meinen Alltag einzubauen. Wenn ich morgens beispielsweise zuerst zwei Stunden an einem eigenen Projekt arbeite, das mir wirklich wichtig ist, und erst dann in meine Mails gucke, stelle ich hinterher jedes Mal erfreut fest, dass die Welt eben nicht untergeht, wenn ich nicht permanent erreichbar bin.

Selbst Internet-Legende Seth Godin sieht es ähnlich und schrieb in seinem Blog: [free translation] ‚Was tun Sie als Erstes, wenn Sie sich an den Computer setzen? Lassen Sie mich raten: Sie checken, was reingekommen ist. Mails, Statistiken, Nachrichten von Ihrem Boss. Sie lesen Tweets und schauen, was die Freunde so auf Facebook geschrieben haben. Aber wenn wir morgens als erstes die eingehenden Mails lesen, haben wir nicht nur Zeit verloren, sondern auch die beste Chance, etwas Frisches und Neues zu beginnen. (…) Das Erste, das wir tun sollten ist, auf unsere eigenen Ziele hinzuarbeiten, anstatt uns damit zu beschäftigen, wie andere auf das reagiert haben, was gestern passiert ist.'“

Als nächstes stellen wir hier vor: Noah Veraguth, Musiker und Sänger der Band Pegasus. Andauernde Online-Präsenz und Social-Media-Aktivitäten gehören für den Schweizer zum Alltag, wenngleich es ihn vom Wesentlichen abhält: dem Schreiben neuer Songs. Gestern haben wir hier die OFFTIME-Story von Dr. Bert te Wildt mitgeteilt.

 Sende uns Deine eigene Story und gewinne: http://offtime.co/stories-contest

(ENG)

The OFFTIME-Story Contest and its Jury

We asked the honorable six experts of our OFFTIME-Story Contest to share with us their OFFTIME-story following the rules and regulations of the contest (1 page max. and with an image). Each day we introduce one of the judges and his/her OFFTIME-Story. Today:

Christoph Koch is a Berlin based journalist and author. His book „Ich bin dann mal offline“ („I am offline for now“) was among the Spiegel-bestsellers in 2010. The findings and insights he gained through his offline-experience are of ongoing relevance to him. In 2015 he notes:

My latest extended time offline was last weekend when I went hiking with friends in the Dolomits. Amazing view, stunning peaks – but most of the time, as far as the eye could see, with no net signal in sight. The basic huts often had only one plug for 30 guests and initially one could sense restlessness among the group members. Cold turkey. But after all it became clear: Kaiserschmarrn [cut-up, sugared pancake with raisins] is most delicious if you do not wipe and swipe through your facebook-feeds at the same time. And those who look at their screens may receive the breaking news about the Chancellor’s broken furniture but they miss the passing marmot.

Christoph Koch

Christoph Koch enjoys the view during a hiking trip in the Dolomits with no network-signal in sight

For the purpose of my book “I am offline for now – live without internet and mobile phone” (German only: „Ich bin dann mal offline – Leben ohne Internet und Handy“) I took a leave from the hyperconnected world for a period of six weeks.No mails, no google, no text messages, no Facebook. Six weeks – speaking in digital time units this is as long as people camp in front of Apple stores whenever a new iPhone is released. It was horrible in the beginning. But after some time I enjoyed quietness and the newly gained freedom especially in the morning hours. Instead of starting the day by checking mails and news – reacting only like a tennis player who bounces the ball back – I asked myself the question: What is my today’s priority? What is important to me? What would I like to deal with today? What requires energy, piece and concentration? I try to continue having these self-determined offline-phases without any distractions in my daily life and although I am back to online since long. For instance when I wake up in the morning and work on my own, really important project for the first two hours and only then check mails, I happily notice  that the world did not fall into pieces just because I was not constantly available.

Even internet-legend Seth Godin has a similar perspective, as he wrote in his blog: ‘What do you do first when sitting on your computer? Let me guess: You check the incoming events. Mails, statistics, news from your boss. You read tweets and have a look at your friend’s Facebook posts. But if we check the incoming mails as a first thing in the morning we lost not only time but also a chance to start something fresh and new. (…) The first thing we should do is to focus on our own goals instead of dealing with how others reacted to something that occurred yesterday.’”

The next jurymember we introduce here is: Noah Veraguth, musician and lead singer of the Swiss band „Pegasus„. Online-presentations and social media activities are a major part of his daily duties at the same time it is what distracts him most from his essential task and passion: the creation of new songs. Yesterday we shared the OFFTIME-Story of Dr. Bert te Wildt.

Submit your own OFFTIME-Story and win: http://offtime.co/stories-contest