Focus & Digital Balance

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Der “Helfend-Stressend-Kreislauf”

Ein Forscherteam der Universität von Worcester aus England (Balding & Jellis, 2012) etablierte mit einer Studie ein interessantes Modell: Den “Helfend-Stressend-Kreislauf” (englisch: helpful-stressful-cycle).

Kreislauf Zyklus

Bildquelle: prspics/ Piqza.de

Der Zyklus beschreibt folgendes Dilemma: Ein Smartphone wird sich häufig zugelegt, um das Arbeitspensum besser zu schaffen. Die Vorteile, die durch die Anschaffung eines Smartphones entstehen, werden jedoch schnell ersetzt durch den Druck, mit dem neuen virtuellen sozialen Leben mitzuhalten. Je mehr Sorgen sich Personen um ihr virtuelles Leben machen, desto häufiger kommt es sogar zu zwanghaftem Verhalten, wie zum Beispiel dem ständigen Kontrollieren oder Checken des Smartphones. In kurz: Personen kaufen sich ein Smartphone, um ihr Arbeitspensum besser zu managen, nur um letztendlich mehr Stress zu erfahren. Der “Helfend-Stressend-Kreislauf” ist mittlerweile ein gut etabliertes Modell in der Forschungswelt. Der “Erfinder” des Modells empfiehlt Unternehmen daher, die Anzahl der Arbeits-E-Mails im Feierabend für Mitarbeiter zu reduzieren, Mitarbeiter darin zu unterstützen ihr Smartphone auszuschalten und die Verführung der Mitarbeiter, ständig ihre Geräte zu checken, zu minimieren. Falls die Forschungsergebnisse noch nicht bei Deinem Chef angekommen sind: Suche Dir selbst unterstützende Maßnahmen. Ein einfaches Beispiel um Dein “Smartphonechecken” zu reduzieren: Kaufe Dir eine Armbanduhr, um statt auf Dein Handy auf Deine Uhr zu schauen.

Quelle: Balding, & Jellis, The relationship between smart phone use in the workplace and personal use on individual stress levels (2012)